Google hat in diesen Tagen das US-Bezahlunternehmen TxVia erworben. Der Internet-Konzern besitzt bereits seit September 2011 das Bezahlunternehmen Wallet.

Nun möchte der Google-Konzern sein bestehendes Unternehmen Wallet mit der Hilfe von TxVia erweitern. TxVia arbeitet bereits mit anderen großen Bezahlnetzwerken zusammen und betreut laut Google über 100 Millionen Accounts, darin enthalten sind  auch Prepaid-Karten.

Die teilnehmenden Bürger in den USA können landesweit mit dem NFC (Near Field Communication)-Chip, der in ihren Smartphones steckt, an speziellen PayPass-Terminals zahlen. Wenn das Smartphone kurz an das Terminal gehalten wird, werden die benötigten Zahlungsinformationen übertragen.

Seit Jahren wird über das Handy-Bezahlen gesprochen, noch dominieren immer noch Bargeld- oder Kreditkarten das Einkaufen – aber jetzt geht es mit weiteren großen Schritten voran. Google wünscht sich zukünftig eine noch leichtere Handhabung der Bezahlvorgänge und eine Steigerung der Überweisungsabläufe.

Da das Smartphone Betriebs-System Android von Google inzwischen das Smartphone-Betriebssystem mit dem größten Marktanteil ist, steht das Unternehmen in starker Position  vor Konkurrenten wie Microsoft und verschiedenen Telefonkonzernen, die allesamt an einem ähnlichen System arbeiten. Dabei kann man mit dem Handy in den USA nicht nur Bezahlen, sondern z.B. gleichzeitig auch noch Punkte auf Rabattkarten gutschreiben. Die zuständige Google-Managerin Stephanie Tilenius erwartet, dass das Bezahlen per Handy sich rasch weiter ausbreitet und 2014 die Hälfte aller Smartphones diese Funktion besitzen.

Und das Erfreuliche: Diese Art zu bezahlen ist sicherer als die Zahlung mit Kreditkarte. „Ihr Handy wird zum Portemonnaie“, versicherte Tilenius beim Erwerb von Wallet. Durch Passwörter (PIN`s) und Verschlüsselung der Daten wird verhindert, dass jemand unberechtigt mit dem Handy zahlt.
Zu den ersten Handels-Partnern zählten die Kaufhauskette Macy´s, die Wallgreens-Drogeriemärkte und die Fastfood-Läden von Subways.

Aber auch der in Konkurrenz stehender Online-Bezahldienst PayPal (gehört dem Online-Auktionshaus Ebay) hat mit eigenen Smartphone-Lesegeräten nachgezogen. Gegen Google wurde sogar eine Klage wegen Ideendiebstahls vor einem kalifornischen Gericht eingereicht – der ehemalige Pay-Pal Manager Osama Bedier soll nach dessen Abwerben Geschäftsgeheimisse ausgeplaudert haben. Das zeigt, dass der Sektor der mobilen Zahlung hart umkämpft ist, denn er verspricht riesige Gewinne.

Also, schauen wir doch mal, wann die deutschen Handy-User mit „Google Wallet“ aktiv werden.

Ein Kaufpreis für die Übernahme wurde übrigens öffentlich nicht bekannt gegeben.

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