Bei der Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, gibt es viel zu beachten. In unserem Blog geben wir regelmäßig zu aktuellen Themen kurze Einblicke und Erläuterungen. Dieses Mal geht es um SEO-Kennzahlen, welche wirklich wichtig und welche zu vernachlässigen sind. Die im Folgenden vorgestellten SEO-KPIs lassen sich direkt beeinflussen.

Bildquelle: Pexels / Lizenz CC0

Klickrate (Click-Through-Rate, CTR

Die Klickrate beschreibt das Verhältnis von Klicks auf einen Link (Anzeige, Banner, Suchergebnis) und den gesamten Impressions im Online-Marketing. Wird eine Werbeanzeige beispielsweise hundertmal ausgespielt, aber nur zweimal angeklickt, beträgt die Klickrate 2%. Ideal ist ein Wert um die 3%.

Die CTR ist besonders wichtig für die trafficstarken, umkämpften Keywords. In Nischenmärkten ist sie hingegen nicht besonders aussagekräftig. Eine verbesserte Klickrate bedeutet mehr Traffic auf einer Seite und verhilft ihr dadurch zu einem höheren Ranking. Bei einer im Verhältnis zum Wettbewerb guten Klickrate spricht man von einem besonders gefragten Suchergebnis.

Umsatz bzw. Conversion Rate

Im Marketing beschreibt die Konversionsrate (Conversion Rate, kurz CR) die Anzahl an Kaufinteressenten, die einen Online-Shop besuchen und Käufer werden. Folglich ist sie für Shops besonders wichtig, für contentorientierte Seiten allerdings eher zweitrangig. Auch hier achtet Google darauf, was für den User wirklich relevant ist: Längere SEO-Texte animieren nicht zum Kaufen, gute Produkte und passende Beschreibungen hingegen schon.

Absprungrate (Bounce Rate)

Die Absprungrate misst die Prozentzahl der Seitenbesucher, die diese ohne eine Interaktion wieder verlassen haben. Auch diese Kennzahl ist für Shops wesentlich relevanter, als für contentorientierte Seiten. Wobei zu beachten ist, dass eine hohe Absprungrate nicht automatisch negativ ist: Im Idealfall hat der User sofort gefunden, wonach er gesucht hat. Hier ist jedoch der Short Click (SC) wichtig. Es handelt sich um den Klick zurück zu den Suchergebnissen bei Google, der darauf hinweist, dass der User nicht die gewünschte Information oder das gewünschte Produkt gefunden hat.

Verweildauer

Bei der Verweildauer gibt es zwei grundsätzliche Probleme, deshalb ist dieser Wert nicht wirklich hilfreich. Erstens: Die Verweildauer ist die Zeitspanne vom Klick auf die Seite bis zur letzten Aktion. Ein Besucher kann einen langen Artikel noch so ausführlich lesen, wenn er nicht anschließend eine Aktion ausführt, wird die Verweildauer mit 0 Sekunden berechnet. Zweitens: Diese Kennzahl gibt nur einen Durchschnittswert an. Verweilt ein Nutzer sehr lange auf einer Seite, ein anderer nur wenige Sekunden, kann der Wert dennoch bei einigen Minuten liegen.

Brand-Suchanfragen

Für Google sind Marken wichtig und werden im Ranking vorrangig behandelt. Entsprechend ist dieser Wert für große Marken wesentlich interessanter, als für kleine Unternehmen und Nischenprodukte. Für Google zeugt eine Seite, die es schafft, Besucher durch Aktionen und kontinuierliche Arbeit zur Wiederkehr zu bringen, von Vertrauenswürdigkeit und gutem Suchergebnis. Unternehmen, die eine höhere Nachfrage für ihre Marken generieren, schaffen sich also Vorteile im Ranking.

Domainpopularität

Die Domainpopularität gibt an, wie oft im Internet Links zu einer bestimmten Seite zu finden sind. Eine hohe Aussagekraft ist dem jedoch nicht zuzumessen, da es zu viele schlechte Links im Netz gibt. Dank unterschiedlicher Link-Research-Tools kann man allerdings positive Backlinks messen und diese zumindest im Ansatz als Indikator für die Markenbekanntheit hernehmen.

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