Zwei Jahre musste Google sich nun fürchten.  Würde die ermittelnde US- Wettbewerbsbehörde FTC den Vorwurf der Benachteiligung von Konkurrenten fallen lassen? Der Ausgang des Verfahrens: Die FTC ließ die Anschuldigung, Google hätte andere Websites bei der Internetsuche zu Gunsten der eigenen Dienste benachteiligt,  fallen lassen.

Allerdings hatte sich dieses Ergebnis schon abgezeichnet.  Da dem Internet-Unternehmen eine “Verurteilung“ erspart blieb,  willigte man gegenüber den Behörden ein, den Online-Werbern mehr Unabhängigkeit bei den Kampagnen zuzugestehen. Ergänzend können die Werbekunden nun bestimmen, ob bestimmte Inhalte nun in speziellen Google-Diensten zu finden sind oder nur in den gewöhnlichen Suchtreffern. Das stimmte die Kartellwächter am Ende milde.

„Veränderungen bei der Internetsuche, auch wenn sie einzelne Konkurrenten benachteiligt haben sollten, seien mit der Verbesserung des Produkts gerechtfertigt“, erklärte die FTC.
Von einem “großen Sieg“ sprach die “New Yorker Times“. Die Klage, die massive Auflagen zur Folge gehabt hätte, erfreute den Internet-Riesen natürlich nicht. Dies hätte der Vormachtstellung im Anzeigen-Geschäft im Bereich der Suchmaschinen-Ergebnisse gefährlich werden können, da dort die größten Gewinne erwirtschaftet werden.

Im Firmenblock teilte Google-Chefjustiziar David Drummond mit, dass die Einstellung des Verfahrens nur einen Schluss zuließ:“ Googles Dienste sind gut für  Nutzer und für den Wettbewerb.“

Jon Leibowitz, FTC-Chef in Washington, argumentierte: „Die von Google gemachten Zugeständnisse stellen sicher, dass Konsumenten weiterhin die Vorteile eines Wettbewerbs im Online- und Mobilfunkmarkt genießen können“.

Aber auch in einem anderen Bereich kam Google den Hütern des Wettbewerbs entgegen. Es sollen den Konkurrenten Zugriffe auf elementare Tablet- und Smartphone-Technologien seiner Tochtergesellschaft Motorola gestattet werden.

Alles in Allem steht ein Ergebnis allerdings noch aus. Es läuft immer noch ein vergleichbares Verfahren vor der EU-Kommission, auch hier soll Google Konkurrenten benachteiligt haben –  nur diesmal im Bereich der Suchmaschinen.

Mal sehen, wie die obersten europäischen Kartellwächter dann in diesem Fall entscheiden…

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