Flash bietet die Möglichkeit zur Darstellung, Animation und Manipulation von vektorbasierten Grafiken, Rastergrafiken und Videoclips. Für Websites wird Flash in unterschiedlichen Bereichen angewendet. Diese reichen vom Werbebanner über das Menü bis hin zum Video-Player. Die Inhalte liegen im SWF-Format vor und benötigen zur Wiedergabe eine Software. Auf dem Desktop-PC kann man dank des Adobe Flash Players multimediale und interaktive Inhalte problemlos darstellen. Schwieriger gestaltet sich dies bei Smartphones und Tablets. Man unterscheidet hier unter anderem zwischen den beiden großen Softwarekomponenten von Adobe: Flash Player und AIR.

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Bildquelle: Rob Bulmahn@Flickr/ Lizenz: CC BY 2.0

Adobe Flash Player

Der Adobe Flash Player ist eine Multi-Platform Client Runtime. Das heißt, sie bietet Nutzern verschiedener Betriebssysteme, wie Windows, Linux und Mac OS, die Möglichkeit, ein und dieselbe Software sowohl eigenständig als auch eingebettet in einen Browser auszuführen.

Problematisch gestaltet sich die Darstellung von Flash in mobilen Browsern, da seit dem Herbst 2013 keine Updates mehr für das mobile Browser-Plug-In des Adobe Flash Players zur Verfügung gestellt werden. Auf Apple iOS war die Darstellung von Flash-Inhalten zunächst gar nicht verfügbar. Erst seit die Nutzungsbestimmungen angepasst wurde und somit Apps mit Editoren generiert werden dürfen, die nicht von Apple stammen, ist die Darstellung möglich. Ob Apple jedoch an dieser Regelung festhält, bleibt abzuwarten.

Adobe AIR

AIR (Adobe Integrated Runtime) ist ähnlich wie der Flash Player eine plattformübergreifende Laufzeitumgebung, die das Ausführen von Flash als AIR-Anwendungen ermöglicht. Diese werden in AS3 (ActionScript 3) programmiert, was die Entwicklung von Desktop-Anwendungen RIAs (Rich Internet Applications) und Apps für iOS, Android, Blackberry OS, Samsung Smart TVs in einem Schritt ermöglicht.

Die Vorteile von AIR liegen einerseits in der Plattformunabhängigkeit, andererseits in der Bereitstellung von nativen Anwendungen. Trotz des nativen UIs (User Interface) bietet AIR eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Screenshot Flash

Screenshot: Flash to Android

Anwendungsmöglichkeiten mit Flash

Zu den Anwendungsmöglichkeiten zählt unter anderem die Möglichkeit, bestehende Flash- bzw. AIR-Projekte relativ schnell auf andere Plattformen portieren zu können. Bei der Umsetzung neuer App-Ideen ermöglicht AIR aufgrund der Plattformunabhängigkeit das Erreichen eines großen Publikums.

Es gibt viele Beispiele für Spiele, interaktive Anwendungen und Apps, die auf AIR basieren. Conqu ist eine Task-Management-App, die auf Desktop-PCs, Tablets und Smartphones läuft. Das Spiel Machinarium ist ein webbasiertes Spiel, das nur innerhalb von zwei Monaten in eine App für das iPad konvertiert wurde.

Ebenso wurden Anwendungen, wie Yahoo Map, Antenna für die Webradiosuche und Accu Weather mit AIR entwickelt. Doch auch im Bildungssektor findet AIR Verwendung. Im E-Learning-Bereich kann man mit der Adobe eLearning Suite, in der Adobe Professional enthalten ist, interaktive Anwendung entwickeln, die das Lernen unterstützen.

Screenshot von der Oberfläche von Conqu

Screenshot: Conqu

Fazit

Die Darstellung von und Entwicklung mit Flash ist dank Adobe AIR, Apache Flex und anderen Tools nicht mehr nur auf dem Desktop-PC möglich, sondern unter anderem auch für iOS und Android. Dank der Nutzung von nur einer Programmiersprache ist das Vorgehen sehr zeitsparend.

Für die Spieleentwicklung ist das ein enormer Fortschritt. Doch auch in anderen Bereichen findet Flash Anwendung, wie im immer wichtiger werdenden E-Learning. Wie die Zukunft von Flash in der Zeit von HTML 5 aussieht, bleibt abzuwarten.

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