Anfang des nächsten Jahres soll es erscheinen –  das erste Smartphone des Firefox-Entwicklers Mozilla, das Firefox OS. Und Mozilla will zeigen, dass es durchaus ein Konkurrent werden kann.

Als Einstiegsgerät für Schwellen- und Entwicklungsländer ist die Markteinführung vorerst in Brasilien und anderen lateinamerikanischen Ländern geplant. Laut dem Leiter der Forschungs- und Entwicklungsplattform Andreas Gal sei es ein Gerät “für Anwender, die vorher noch nie ein Smartphone gesehen haben“. Der Deutsche  Andreas Gal lebt z. Zt. in Kalifornien und ist ein Experte für die Umsetzung von JavaScript-Anwendungen.

Das Firefox OS soll schnell und offen sein, ohne Browser sollen alle Anwendungen und Inhalte direkt aus dem Web auf dem Handy-Bildschirm dargestellt werden. Web- und Java Script –Engine nutzen dabei ihre Fähigkeiten, direkt auf Arbeitsspeicher zugreifen zu können – somit verschwindet die herkömmliche Browser-Umgebung.

Außerdem soll es außergewöhnlich stabil gestaltet werden. Gal teilte mit, “dass wir  dafür sorgen wollen, dass es schnell startet und alle Anwendungen und Animationen flüssig sind“, sagte Gal. Apps für Web, E-Mail und Soziale Netzwerke bilden die Basisausstattung. Viele Anwendungen soll der Mozilla Marketplace bereitstellen – aber es wird auch eine Suchmaschine für Web-Anwendungen geben.

Der Mozilla-Chef-Entwickler sagt weiter, dass mit dem Firefox OS das Open-Source-Projekt Mozilla zeigen wird, “dass das Web in jeder Hinsicht konkurrenzfähig ist gegenüber geschlossenen Technologien“. “Wir wollen keine abgeschotteten App Stores, sondern eine freie Plattform“.  Vielleicht wird es auch noch andere geben, die vergleichbare Systeme entwickeln und diese Art von Smartphones anbieten werden. “Der Kern des Systems ist, dass niemand das Web kontrolliert.“

Andreas Gal ist der Meinung, dass “ das Web ist die einzige Technologie-Plattform, das sich neben Apples iOS und Googles Android als dritte Plattform etablieren kann“. Und Windows Phone als Dritte Plattform? “Es werde es schwer, genügend Entwickler zu überzeugen, alle interessanten Apps dafür zu programmieren“.

Nächstes Jahr werden wir sehen, wie das Smartphone bei den Usern ankommt. Wir sind mal wieder gespannt.

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