Suchmaschinenoptimierer, Sportler, Handwerker und alle die ein gleiches Interesse oder einer Berufsgruppe angehören haben sie – die Subsprache oder gemeinhin auch Fachchinesisch genannt.

Zum einen macht es innerhalb dieser Gruppen Sinn sich Fachbegriffen zu bedienen und damit die Kommunikation abzukürzen und zu vereinfachen. Zum anderen streichelt es zuweilen auch das eigene Ego, dass nicht eingeweihte “nur Bahnhof “ verstehen und einem so das Gefühl der Besonderheit zu verleihen. Mir ergeht es zum Beispiel im Baumarkt so, wo ich als Nichthandwerker gerne mal anmerke, was das Ganze denn nun bedeute, wenn von 8er Dübel für Dämmplatten und VA-Stahl Schrauben mit lang gezogenem Gewinde gesprochen wird, um diese harmloseren Beispiele anzuführen.

Auf das Thema Suchmaschinenoptimierung übertragen ist es auch für uns zuweilen eine Selbstverständlichkeit mit Begriffen wie SEO, LSI, LSO, Targeting, Retargeting usw. um uns zu werfen und damit die Gesprächsebene mit dem Interessenten oder Kunden schon lange verlassen zu haben.

Daher folgt jetzt eine Einführung in den Sinn und Zweck der Suchmaschinenoptimierung, ohne Fachbegriffe – garantiert!

Zunächst sollten wir uns darauf einigen, dass Google mit Abstand der Marktführer im Bereich der Suchmaschinen ist und zudem die Suche dort mittlerweile für die meisten Online-Nutzer ein fester Bestandteil ist um Informationen über Produkte und Dienstleistungen zu erhalten.

Sie haben eine Website und wenn wir uns das reale Leben abseits des Internets vorstellen, dann ist diese Website ihr Schaufenster in einer Straße. Sie haben das Schaufenster hübsch gemacht und preisen dort Ihre Produkte und Dienstleistungen an. Jetzt fehlen nur noch die Menschen, die ihr Schaufenster sehen und über die Eingangsschwelle in ihr Geschäft gelangen.

Ein wichtiger Faktor ist dabei die Lage. Jeder Immobilienmakler redet gebetsmühlenartig von der „Lage, Lage, Lage“, wenn es um Gewerbeimmobilien geht. Eine Randlage in der Stadt für ein Einzelhandelsunternehmen ist eben dann nur 1b-Lage und für ein Gewerbeunternehmen ist ein Standort ohne Autobahnanschluss auch nur suboptimal.

Kommen wir nun zur Suchmaschinenoptimierung bzw. wir sind ja schon mittendrin. Stellen sie sich die Suchergebnisse zu einem Suchbegriff bei Google als eine Straße vor. Nehmen wir zum Beispiel den Suchbegriff „Hotel“. Hier werden sie alle Hotels finden, die Google mitgeteilt haben, dass sie unter Hotels gefunden werden wollen. Die Hotel-Straße wird demzufolge sehr lang sein und bei Hausnummer 100.000 ist noch nicht Schluss. Wenn sie nach „Hotel Ostsee“ suchen ist die Straße kürzer und bei „Hotel Lübeck“ wird es verhältnismäßig übersichtlich.

So gibt es bei Google zu jedem Suchbegriff eine Strasse mit vielen Schaufenstern. So weit, so gut – der Haken an der Sache ist nur, dass die Hausnummern 1-10 in der Regel schon die meisten Besucher der Strasse anlocken und der Rest kaum beachtet wird. Also ist ein hübsches Schaufenster in der „Hotelstrasse Ostsee“ mit der Hausnummer 87 nicht optimal um Besucher auf ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen und Umsatz zu erzielen.

Nun macht es Google einem in einer Angelegenheit recht einfach,  nämlich ihnen mitzuteilen, in welcher Straße man gefunden werden will. Ein Hotel an der Ostsee, also in der „Hotel Ostsee Straße“. Das ist das eine, das andere ist es, sein Schaufenster von Platz 87 unter die ersten 10 Hausnummern zu bekommen.

Und hier setzt die Suchmaschinenoptimierung an – welchen Inhalt muss die Seite aufweisen, um den Mitbewerber Hausnummer für Hausnummer von vorderen Plätzen zu vertreiben.

Dieses und was sie beachten sollten, wenn ein Besucher vor ihrem Schaufenster steht und über die Schwelle in ihr Geschäft tritt, gibt es dann im nächsten Beitrag.

SHARE ONShare on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+