Die Arbeitswelt der Zukunft: Google-Hauptquartier in London in neuem Design

Die Google-Zentrale in London hat ein neues “Kleid“ bekommen. Der Designer Lee Penson  hat ganze Arbeit geleistet. Herausgekommen ist ein origineller und kunterbunter Stilmix mit gemütlichen Schaukelstühlen, Chesterfield-Sofas, Sitzgruppen in unterschiedlichen Größen und kleinen zu bewirtschafteten Gärten. Die 1250 Mitarbeiter sind begeistert.

Die Schrebergärten und auch die Sofas sind ein zentraler Bestandteil des Innenausstattungs-Konzepts. Nicht unintelligent – einen schönen Arbeitsplatz verlässt man ja nicht so schnell. Bild siehe unten.

Aber darauf kommt es weder dem Designer noch Google an. Die Mitarbeiter sollen sich in erster Linie wohl fühlen. Man möchte, dass die Zeit, die die Mitarbeiter im Büro verbringen eine “erfreuliche und produktive Zeit“ ist. Ein großer Teil der heutigen Arbeitsplätze sind einfach viel zu langweilig. Und eines ist ganz klar, wer sich in seiner Umgebung nicht wohlfühlt, kann auch keine effektiveren Leistungen bringen.

Und schließlich kann auch ein Garten ein Arbeitsplatz sein, in dem man während eines Gespräches mit dem Kollegen nebenbei ganz entspannt ein wenig Unkraut jätet! Im Gebäude selber sind wirklich viele witzige Dinge gestaltet worden. So gibt es z.B. einen Pilotenschleudersitz mit einem sensationellen Blick über die Stadt. Da kann zur Zt. immer nur eine Person sitzen, aber die hat dann sicher viel Fun bei seiner Arbeit. Die Türen im Gebäude sehen aus wie Luftschleusentüren, allerdings lässt sich das Rad nicht drehen.

Obwohl Google kein englisches Unternehmen ist, hat sich die Geschäftsführung dafür entschieden, den Schwerpunkt auf typisch britische Stilelemente zu legen. Beispielsweise prangt überall der dekorative Union Jack in selbstdesignter Glitzerfarbe. Bei Telefonkonferenzen sieht dann jeder gleich, dass er mit London spricht.

Und weil sich irgendwann mal jedes Design mal abnutzt, geht Penson davon aus, dass sich das Aussehen eines Arbeitsplatzes bereits in zwei Jahren wieder grundlegend geändert hat.  Es gibt heute Menschen, die erledigen einen Großteil der Arbeit schon vom iPhone aus. In nicht zu ferner Zukunft werden Tablets viele Desktop-PCs und Laptops verdrängt haben. Dann tut ein Schreibtisch nicht mehr unbedingt nötig und man ist ungebunden  in der Gestaltung seines Arbeitsplatzes. Der Designer Lee Penson bemerkte dazu, dass “ die Leute  immer ihren eigenen persönlichen Bereich haben wollen. Aber nicht für jeden muss das dann ein Tisch sein“.

In die Umgestaltung des Hauptquartiers wurden übrigens auch die Google-Mitarbeiter mit einbezogen. Sie konnten Wünsche äußern oder Entwürfe beurteilen. Da gab es Vorschläge wie einen Bereich mit Anti-Schwerkraft-Funktion auszustatten, ein Nagelstudio einzurichten oder ein Doppeldeckerbus-Modell aufzustellen.

Nicht alles wurde verwirklicht, aber die Gärten, die schon – und die sind wirklich der Renner!

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3 Kommentare

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  1. Zu tisch sein (arbeitswelt) ist genau mein Fachgebiet. Vielen Dank für diesen aktuellen und gut recherchierten Artikel dazu. Viele liebe Grüße, Marina.

  2. Wahnsinn, das ist wirklich mal eine Wohlfühlatmosphäre bei der Arbeit, bei der man seiner Kreativität wirklich freien Lauf lassen kann.

  3. Nett 🙂 Da sieht man, wer das nötige Kleingeld auf der hohen Kante hat.

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