Im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte sich das Apple iPad lt. Marktforscher IDC rund 11,8 Millionen Mal. Konkurrenz-Unternehmen wie Acer, HTC, Samsung und andere erreichten zusammen lediglich nur Verkaufszahlen von 5,6 Millionen für die Tablet-Computer.

Obwohl es viele verschiedene Geräte mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android gibt, scheint es für viele Käufer noch keine Alternative zum iPad zu sein. Liegt es an der Hardware? Eher nicht. Die Hersteller verbauen in die Geräte nicht nur hochwertige Vierkernprozessoren und schnelle Mobilfunkverbindungen mit dem Datenturbo LTE, sondern auch hochwertige Bildschirme. Also die Software? Ist sie nicht nutzerfreundlich genug? Oder ist das iPad insgesamt doch nur so einfach angesagter?

Apple-Nutzer können die neue Version des Betriebssystems iOS direkt auf ihr iPad aufspielen. Android-Besitzer müssen etwas länger warten, da die Gerätehersteller das Update erst anpassen und das dauert manchmal ein paar Monate. Wie aus den Zahlen von Anfang Mai von Google hervorgeht, läuft die im letzten Oktober vorgestellte Software-Version 4.0 vorerst nur auf 4,9 Prozent aller Geräte mit dem Google-System. Neue Features und Detail-Verbesserungen bleiben den meisten Usern bis dato dann leider noch verwehrt.

Außerdem ist die Anzahl der Apps im Vergleich nicht so sehr groß. Die App-Entwickler programmieren in diesem Bereich einfach weniger. Sie sollten mit ihren Anwendungen natürlich viele Kunden erreichen –  aber das Apple-System iOS scheint homogener als Android und ist wohl damit auch sympathischer für Programmierer.

Einige Beispiele verdeutlichen das Zögern der Entwickler. Der Fotodienst Instagram, der vor kurzem von Facebook übernommen wurde, brachte erst Monate nach seinem Start eine Version für Android heraus. Ebenso schaffte es auch die beliebte Lese-App Flipboard erst mit Verspätung auf andere Tablet-Computer.

Kann Google etwas tun, damit sich das Angebot an Apps für die Android-Tablets vergrößert? Vorteilhaft wäre es beispielweise, das Entwicklungstempo etwas zu drosseln, damit den Geräteherstellern mehr Zeit für die Anpassung bleibt. Vielleicht kann der Internet-Riese auch die Entwickler durch einen stärkeren Austausch mehr unterstützen.

Ein weiterer Grund: Der Preis? Viele Android-Geräte kosten heute genauso viel wie das iPad. Aber vielleicht  werden bald etliche Hersteller das Unternehmen Apple unterbieten und so den Wettbewerb etwas anheizen.

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