Ein Webshop bietet Ihnen die im Vergleich zur Offlinewelt kostengünstige Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell im Internet abzubilden. Die Vielzahl der Shops in den jeweiligen Produktbereichen bedingt es aber, einige wesentliche Punkte zu beachten, damit Ihr Shop den gewünschten Erfolg hat und sich vom Wettbewerb abheben kann. Wir gehen bei den folgenden Tipps davon aus, dass Ihre Produkt- und Preispolitik konkurrenzfähig ist, und gehen daher nicht weiter darauf ein.

1 Logo

Das Logo ist für jeden Besucher einer Website – und damit auch für Ihren Webshop – das erste grafische Element, nach dem instinktiv gesucht wird und das in Erinnerung bleibt. Entscheidend sind hier vor allem die Größe und die Platzierung des Logos. Ein Logo sollte nicht dominant sein, vielmehr sollte es nicht übersehen werden und sich zudem auch harmonisch in das Gesamtbild der Seite einfügen. Die Platzierung ist erfahrungsgemäß links oben optimal, da es hier mit den Sehgewohnheiten des Menschen korrespondiert. Der Blick geht von links oben nach rechts unten und selektiert dann die wichtigen Bestandteile einer Seite.

Beispiele aus dem Internet:
Screenshot von ebay

Screenshot von ebay

Screenshot von Zalando

Screenshot von Zalando

2 Eyecatcher

Analog zur Offlinewelt ist Ihr Webshop das Schaufenster für potenzielle Kunden. Ähnlich wie bei einem Schaufenster in einer Fußgängerzone muss zunächst ein grafisches Element die Aufmerksamkeit erregen und den Besucher Ihres Webshops auf der Seite halten und ihn neugierig machen. Das grafische Element soll einen Bezug zu Ihren Produkten haben, denn der Besucher ist ja aktiv auf Ihre Seite gekommen und weiß bereits im Groben etwas zu Ihrer Produktpalette.

3 Beschreibung Geschäftszweck

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dem Besucher den Zweck Ihres Webshops zu erläutern und damit gehen wir von der Phase der Aufmerksamkeit in die Phase des Interesses über. Erläutern Sie in kurzer und prägnanter Form, warum der Besucher auf der Seite verbleiben soll und warum Ihr Webshop sein Informations- oder Kaufbedürfnis am besten befriedigt. Wofür steht die Seite und was wird den Besucher im Weiteren erwarten? So lautet die Fragestellung.

4 Alleinstellungsmerkmal

Nachdem der Besucher Ihren Geschäftszweck erfasst hat und sein Interesse geweckt wurde, gilt es nun, ihn zu einer Aktion zu bewegen. Hierzu gilt, Ihre Alleinstellungsmerkmale anzuführen. Was unterscheidet Ihr Angebot von dem anderer Webshops der gleichen Branche? Dieser Schritt ist elementar und entscheidet mit darüber, ob ein Besucher ein Käufer wird oder nicht. Die Nennung der Alleinstellungsmerkmale sollte immer stichpunktartig erfolgen und schnell erfasst werden können. Begleitende grafische Elemente zur Vorhebung sind zu empfehlen.

Grafische Auflistung der Alleinstellungsmerkmale:
Beispiel Gabionen Kaiser

Beispiel: Gabionen Kaiser

5 Call-To-Action

Wenn der Besucher die vorgehenden Punkte bejahend aufgenommen hat, tritt er in die Kaufphase ein. Hier ist es nun wichtig, ihm ein Call-to-Action-Element anzubieten. Darunter verstehen wir ein prägnantes grafisches Element, das ihn zur Produktebene leitet. Dieses Element sollte so ausgelegt sein, dass der Besucher ein Produkt bequem und gezielt suchen kann und platziert, dass es sofort ins Auge springt und sich schlüssig in die vorgenannten Elemente einfügt.

Button A

Button A: nicht sichtbar

Button B

Button B: besser

6 Reason Why?

Sie haben nun den Besucher auf die Produktebene geleitet und er hat ein Produkt seiner Wahl gefunden. Nun stellt sich die Frage nach dem „Warum soll ich hier bestellen?“. Es sollte nun die emotionale Absicherung der rational bereits getroffenen erfolgen. Listen Sie nochmals alle Alleinstellungsmerkmale und Ihren Service auf und platzieren Sie den „Jetzt kaufen“ Button so, dass er nicht penetrant, aber doch augenfällig ist. Nutzen Sie zudem ein Analysetool wie Google-Analytics, um zu analysieren, an welcher Stelle im Informations- und Kaufprozess der Besucher abspringt und optimieren Sie anhand dieser Zahlen Ihren Webshop.

7 Benutzerführung

Wie bereits in den vorgenannten Punkten immer wieder angemerkt, ist die Benutzerführung ein wesentlicher Punkt für den Erfolg Ihres Webshops. Sie bilden de facto ein Verkaufsgespräch ab, in dem Sie den potenziellen Kunden geschickt und sinnvoll durch Ihren Webshop leiten können. So ist bei erfolgreichen Webshops die Navigation ausgeblendet, wenn der Warenkorbbereich aufgerufen wurde. Ein Fast-Kunde soll hier nicht noch abgelenkt werden, sondern soll seinen Einkauf in Ruhe beenden und kann dann nach dem Kauf wieder auf Produkte hingewiesen werden.

8 Testimonials

Was wir im Offlineleben unter „Mundpropaganda“ verstehen und ein sehr wirksames Marketingtool ist, wird im Internet über die Kundenstimmen (Testimonials) abgebildet. Sammeln Sie (echte) Kundenstimmen und platzieren Sie diese so, dass sie augenfällig sind und dem Besucher signalisieren „Hier bin ich gut aufgehoben“.

9 Trust-Elemente

Im Internet spielen neben den harten Faktoren wie Preis und Produkte auch weiche Faktoren eine übergeordnete Rolle, da der Kauf anonym erfolgt und wir keinen Kontakt zu den Verkäufern haben. Einer dieser Faktoren ist das Vertrauen, das die Besucher einem Webshop entgegen bringen. Erhöhen Sie dieses Vertrauen durch entsprechende Trust-Elemente wie Gütesiegeln, Trusted Shop Zertifizierung usw… Achten Sie dabei aber auch darauf, nicht ein Sammelsurium von Trust-Elementen anzuhäufen, sondern ausgewählte und anerkannte Elemente zu integrieren und diese auch so augenfällig zu präsentieren, dass sie nicht untergehen.

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